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Taizé 2015

Wenn man mit einer Gruppe voller Jugendlicher für eine Woche ins Ausland fahren will, gibt es viele Möglichkeiten. Eine davon ist Taizé, ein Ort in Frankreich, an dem die gleichnamige Bruderschaft regelmäßig vier- bis fünftausend Jugendliche aus aller Welt beherbergt. Unter Anleitung von Andreas Hecht hat eine Gruppe von sechsundzwanzig jungen Menschen die lange Reise auf sich genommen, um dort mit tausenden anderen Menschen gemeinsam zu essen, zu beten, zu singen und zu schweigen. Nach der vierzehn Stunden langen Fahrt am Samstag den 25. Juli ist man schließlich in Taizé angekommen und hat das eigene Zelt aufgeschlagen, bevor man selbst ins Bett ist. Danach sahen die Tage so aus, dass man vor Frühstück und Mittagessen und nach dem Abendbrot zum gemeinsamen Gebet in die Versöhnungskirche gegangen ist. Vormittags haben sich dann viele Menschen mit ausgewählten Bibeltexten in ihren international zusammengesetzten Kleingruppen befasst, nachmittags haben die über siebzehnjährigen Jugendlichen schließlich praktische Arbeit in Taizé geleistet, während die unter siebzehnjährigen sich weiter mit der Bibel beschäftigt haben. Praktische Arbeit beinhaltet in Taizé unter anderem den Abwasch von Geschirr, das Arbeiten am Empfang oder auch das Singen im Chor. Die Abendgestaltung war nach dem Abendgebet soweit frei. Es gab das lebendige, laute Oyak, wo sich Menschen aus aller Herren Länder getroffen haben, um zu singen, zu spielen, zu reden und allgemein Spaß zu haben, bis schließlich die Nachtruhe eingetreten war. Der Gegenpol dazu war wohl die Kirche, in der selbst Stunden nach Mitternacht noch gemeinsam gesungen und gebetet wurde. Viele haben die Zeit dort genutzt, um die Lieder aus Taizé mitzusingen, in Ruhe zu lesen oder zu schreiben oder auch nur über Gott und die Welt nachdenken. Am Sonntag den 2. August ist man schließlich wieder abgefahren, um mit Bus und Bahn Montagnacht um zwei Uhr in Lübeck anzukommen und von dort aus über getrennte Wege wieder nachhause zu finden. Zusammenfassend kann man sagen, dass wir in Taizé eine schöne Zeit hatten. Man hat neue Leute kennengelernt, Dinge ausprobiert und sich mit Menschen treffen können, die man sonst nicht treffen würde. Der Plan sagt, dass diese Möglichkeit zu einem Auslandsbesuch im Jahr 2016 in der zweiten Sommerferienwoche wieder genutzt werden soll. Hark Ohlsen